In der Physik spricht man vom Wirkungsgrad . Je höher diese Zahl ist, desto weniger Energie verschwenden wir, um das gleiche Ergebnis (Helligkeit) zu erzielen.
- Bei der Kerze (1): Fast die gesamte Energie wird zu Hitze. Man kann mit einer Kerze zwar einen kleinen Raum leicht erwärmen, aber zum Lesen ist sie sehr ineffizient.
- Bei der LED (35): Da sie viel weniger Strom in Wärme umwandelt (sie bleibt im Vergleich zur Glühbirne relativ kühl), benötigt sie für die gleiche Helligkeit deutlich weniger Watt.

Früher war alles besser? Von wegen! Jedes Mal, wenn der Fortschritt an die Tür klopft, halten sich die Leute die Ohren zu und schreien: „Das ist Teufelszeug!“
Der „Elektro-Geschmack“-Mythos
Können Sie sich das vorstellen? Als die ersten Elektroherde die Küche eroberten, gab es einen regelrechten Aufschrei. Die Leute weigerten sich strikt, ihre alten, rußigen Holzöfen aufzugeben. Warum? Weil sie felsenfest davon überzeugt waren, dass das Essen auf einem Elektroherd „elektrisch schmeckt“. Sie dachten ernsthaft, die Elektronen würden ins Schnitzel wandern und das Aroma ruinieren! Heute lachen wir darüber, während wir unser perfekt gegartes Abendessen per Induktion genießen.
Der gleiche Unsinn wiederholt sich – IMMER!
Dieser technologische Aberglaube zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Die Argumente sind immer die gleichen: „Unnatürlich“, „Gefährlich“ oder „Das Original ist besser“.
- Die Eisenbahn: Ärzte warnten damals ernsthaft vor dem „Bahn-Wahnsinn“. Man glaubte, der menschliche Körper könne Geschwindigkeiten über 30 km/h nicht aushalten und die Gehirne der Passagiere würden weich werden.
- Das Auto: „Ich setze auf das Pferd, das Auto ist nur eine vorübergehende Erscheinung“, sagte Kaiser Wilhelm II. Man hielt die Knalltreiblinge für laut, stinkend und völlig nutzlos gegen die bewährte Kutsche.
- Die LED: Erst hieß es, das Licht sei „kalt und macht krank“. Heute rettet uns genau diese Effizienz vor explodierenden Stromrechnungen und bietet jedes erdenkliche Farbspektrum.
- Das E-Auto: Heute hören wir wieder die gleichen Schauergeschichten wie beim Elektroherd vor 100 Jahren. Die Reichweite, die Batterien, das „Gefühl“ – die Skepsis von heute ist der Lacher von morgen.
Fazit: Der Mensch gewöhnt sich an alles – nur der Widerstand gegen das Neue bleibt leider immer gleich altmodisch. Wer heute noch behauptet, Fortschritt funktioniere nicht, der sollte konsequenterweise auch sein Steak wieder über dem offenen Lagerfeuer in der Höhle braten!
